Kaufmann / -frau im Groß- und Außenhandel
1. Bildungsziel
Durch die Vermittlung beruflichen Wissens und Könnens, aber auch durch ihr kultur- und sozialkundliches Bildungsangebot führt die Berufsschule ihre Schüler zusammen mit dem Ausbildungsbetrieb zu einem berufsqualifizierenden Abschluss und zugleich zu einer erweiterten und vertieften Allgemeinbildung.
2. Berufsbeschreibung
Das Aufgabenfeld der Groß- und Außenhandelskaufleute ergibt sich aus der Dynamik der nationalen und internationalen Märkte. Sie sind in erster Linie Dienstleister, u.a. als Markt-, Absatz- und Verkaufsberater, als Gestalter maßgeschneiderter Sortimente und als rationalisierungs- und kostenbewusste Anbieter von Allround-Service-Leistungen. Die Groß- und Außenhandelskaufleute übernehmen zunehmend die Aufgaben des Marktbeobachters, eines praxisnahen Vermittlers von Wirtschaftsinformationen und eines kundengerechten Mitgestalters der Binnen- und Auslandsmärkte. Der tägliche Kundenkontakt erfordert kundenorientiertes Verhalten, verbunden mit Flexibilität und Verantwortungsbereitschaft.
Die Aufgaben der Groß- und Außenhandelskaufleute liegen im wesentlichen in den Bereichen Absatz und Beschaffung im In- und Ausland, Lagerung und Transport von Gütern, Personalwesen und Rechnungswesen einschließlich Finanzierung. Moderne Informations- und Kommunikationstechniken müssen dabei aufgabengerecht genutzt werden.
3. Fächerangebot
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Teilzeit |
wöchentlich 13 Stunden |
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Pflichtfächer:
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allgemeinbildende Fächer: Religion, Deutsch, Gemeinschaftskunde berufliche Kompetenz mit Schwerpunkten: Betriebswirtschaft, Steuerung und Kontrolle, Gesamtwirtschaft, Informationsverarbeitung Projektkompetenz |
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Wahlpflichtfächer: |
wöchentlich zwei Stunden; davon sollte eine Stunde Englisch sein |
4. Abschlussprüfung
Die kaufmännische Berufsschule schließt nach 2, 2½ bzw. 3 Jahren mit der Abschlussprüfung ab. Aufgrund besonderer Vereinbarungen wird in Baden-Württemberg die Abschlussprüfung der Berufsschule und der schriftliche Teil der Abschlussprüfung der Kammern gemeinsam durchgeführt. Die mündliche Prüfung findet ausschließlich vor der Industrie- und Handelskammer statt.
5. Zusatzqualifikation Fachhochschulreife
Dieses Angebot richtet sich an Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss (z. B. Realschulabschluss). In Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb kann der Auszubildende durch den Besuch des Zusatzunterrichts die Fachhochschulreifeprüfung ablegen. Zusätzlich zu den beruflichen Pflichtfächern werden im 1. Ausbildungsjahr pro Woche 1 Stunde Deutsch, 3 Stunden Englisch und 2 Stunden Mathematik unterrichtet, im 2. Jahr je zwei Stunden Deutsch und Mathematik und 3 Stunden Englisch und im 3. Jahr 2 Stunden Mathematik. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet die Prüfung zur Fachhochschulreife in Deutsch und Englisch statt. Mathematik und die beruflichen Fächer werden am Ende des 3. Ausbildungsjahres geprüft.
Die Fachhochschulreife erhält, wer die Zusatzprüfung, die Berufsschulprüfung und die Abschlussprüfung der Berufsausbildung (IHK) bestanden hat.