Industriekaufmann / -kauffrau
1. Bildungsziel
Durch die Vermittlung beruflichen Wissens und Könnens, aber auch durch ihr kultur- und sozialkundliches Bildungsangebot führt die Berufsschule ihre Schüler zusammen mit dem Ausbildungsbetrieb zu einem berufsqualifizierenden Abschluss und zugleich zu einer erweiterten und vertieften Allgemeinbildung.
2. Berufsbeschreibung
Das Aufgabenfeld der Industriekaufleute umfasst die Vorbereitung, Durchführung, Überwachung sowie Dokumentation des industriellen Prozesses von der Materialbeschaffung bis zum Verkauf erzeugter Leistungen. Marketing, integrierte Auftragsabwicklung, Just-in-time-Systeme und Logistik gewinnen wachsende Bedeutung. Es ist erforderlich, die auf neue Arbeitsformen, z.B. integrierte Sachbearbeitung, ausgerichtete Organisation moderner Industriebetriebe zu verstehen, in Zusammenhängen und Systemen zu denken und dabei die jeweilige Teilfunktion in ihrer Bedeutung für das Unternehmensziel zu erkennen. Deshalb brauchen Industriekaufleute zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben eine breite berufliche Handlungskompetenz, die Fachkompetenz mit Methodenkompetenz und Sozialkompetenz verbindet.
Die Aufgaben liegen im wesentlichen in den Funktionsbereichen Materialwirtschaft, Produktionswirtschaft, Absatzwirtschaft, Personalwesen und Rechnungswesen einschließlich Finanzierung.
3. Fächerangebot
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Teilzeit |
wöchentlich 13 Stunden |
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Pflichtfächer:
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allgemeinbildende Fächer: Religion, Deutsch, Gemeinschaftskunde berufliche Kompetenz mit folgenden Schwerpunkten: Betriebswirtschaft, Steuerung und Kontrolle, Gesamtwirtschaft, Informationsverarbeitung Projektkompetenz |
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Wahlpflichtfächer: |
wöchentlich zwei Stunden; davon sollte eine Stunde Englisch sein - (KMK-Zertifikat) |
4. Abschlussprüfung
Die Kaufmännische Berufsschule schließt nach 2, 2½ bzw. 3 Jahren mit der Abschlussprüfung ab. Aufgrund besonderer Vereinbarungen wird in Baden-Württemberg die Abschlussprüfung der Berufsschule und der schriftliche Teil der Abschlussprüfung der Kammern gemeinsam durchgeführt. Die mündliche Prüfung findet ausschließlich vor der Industrie- und Handelskammer statt.
5. Zusatzqualifikation Fachhochschulreife
Dieses Angebot richtet sich an Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss (z. B. Realschulabschluss). In Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb kann der Auszubildende durch den Besuch des Zusatzunterrichts die Fachhochschulreifeprüfung ablegen. Zusätzlich zu den beruflichen Pflichtfächern werden im 1. Ausbildungsjahr pro Woche 1 Stunde Deutsch, 3 Stunden Englisch und 2 Stunden Mathematik unterrichtet, im 2. Jahr je zwei Stunden Deutsch und Mathematik und 3 Stunden Englisch und im 3. Jahr 2 Stunden Mathematik. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet die Prüfung zur Fachhochschulreife in Deutsch und Englisch statt. Mathematik und die beruflichen Fächer werden am Ende des 3. Ausbildungsjahres geprüft.
Die Fachhochschulreife erhält, wer die Zusatzprüfung, die Berufsschulprüfung und die Abschlussprüfung der Berufsausbildung (IHK) bestanden hat.