Gelungene erste Aktion der Politik AG
Im Vorfeld der Landtagswahlen hat die neu gegründete Politik AG eindrucksvoll gezeigt, wie wirksame politische Bildung an der Schule aussehen kann – nah an den Fragen der Schüler*innen, sachlich fundiert und zugleich lebendig aufbereitet. In einem ambitionierten Projekt sichtete das Team die Wahlprogramme der aussichtsreichsten Parteien und filterte die zentralen Anliegen, Vorhaben und Unterschiede heraus. Die Ergebnisse wurden auf großformatigen, übersichtlich gestalteten Plakaten zusammengeführt, die in der neuen Aula ausgestellt waren und damit einen öffentlich sichtbaren Ort des Austauschs schufen.
Die Ausstellung wirkte als Gesprächsanlass über Klassengrenzen hinweg: Einzelne Schülerinnen, ganze Lerngruppen oder auch zufällige Besucherinnen kamen ins Gespräch, verglichen Positionen, stellten Rückfragen und entdeckten Gemeinsamkeiten wie auch klare Trennlinien zwischen den Parteien. So entstand ein niedrigschwelliges Forum, in dem politische Inhalte zugänglich, vergleichbar und diskutierbar wurden – ein wichtiger Schritt, um sich ein eigenes, fundiertes Bild von der bevorstehenden Wahl zu machen.
Um die Auseinandersetzung im Unterricht zusätzlich zu unterstützen, entwickelte die Politik-AG begleitende Materialien für die Fachschaft Geschichte und Gemeinschaftskunde. Diese Bausteine konnten von Kolleg*innen flexibel aufgegriffen und an den Bedarf der jeweiligen Lerngruppe angepasst werden. Auf diese Weise verband das Projekt die offene Ausstellung mit gezielter, didaktisch unterstützter Vertiefung im Klassenzimmer.
Als praxisnahen Abschluss lud die AG alle Schüler*innen zu einer anonymisierten, selbstverständlich nicht repräsentativen Schulwahl ein. Die Teilnahme bot die Gelegenheit, den zuvor gewonnenen Eindruck in eine konkrete Entscheidung zu übersetzen – ohne Druck, aber mit der Ernsthaftigkeit einer echten Stimmabgabe. Nach der Landtagswahl wurden die Ergebnisse der Schulwahl auf einem weiteren Plakat präsent gemacht und dem offiziellen Wahlergebnis gegenübergestellt. Dieser Vergleich eröffnete spannende Gespräche: Wo decken sich die Präferenzen der Schülerschaft mit den Trends im Land? Wo zeigen sich eigene Schwerpunkte? Und was lässt sich daraus für künftige Diskussionen und Projekte ableiten?
Mit dieser ersten „Duftmarke“ hat die Politik-AG nicht nur Informationsarbeit geleistet, sondern eine Kultur des Hinschauens, Nachfragens und Mitsprechens gestärkt. Sie hat gezeigt, wie junge Menschen sich mit Parteien und Programmen konstruktiv auseinandersetzen können – und damit demokratische Teilhabe konkret erlebbar gemacht.
